Sonntag, 22. Oktober 2017

Ein weit überfälliges Lebenszeichen

Ich bin euch ein paar tausend Gedichte schuldig

ich glaube das wird leider nichts ^^'


Mir geht es soweit ganz gut
Ich habe Wahre Freunde Gefunden,
ich habe angefangen Maschinenbau in Hannover zu studieren (vor 2 Jahren),
ich habe weniger Depressionen und denke nicht mehr so viel über die Vergangenheit nach.
Ich habe sie akzeptiert.
Sie macht mich zu dem Menschen der ich bin

Ich habe das Selbstvertrauen gefunden Ich zu sein
auch in front von allen anderen Menschen.
Ich sage Menschen was ich denke
und nicht wie früher, was ich dachte, das sie hören wollten.

Ich bin immer noch auf der Suche nach Liebe, auch wenn ich momentan jemanden kennen gelernt habe und mir Hoffnungen mache

Ich habe angefangen feiern zu gehen und das Leben zu genießen

Mir geht es so gut wie ich es mir damals nie hätte erträumen können.

Das Studium was ein sehr benötigter Neuanfang für mich.
wir als Maschinenbauer in Hannover haben ein "Haus für Maschinenbauer/Ingenieure", welches von der Uni in Studentische Selbstverwaltung gegeben wurde.
Dort gibt es 4 Säle, die zwischen 60 und 140 mitglieder umfassen.
bei uns sind es etwa 120, von denen im schnitt 20-30 Leute da sind, egal wann man vorbei kommt.
Fast alle Personen dort nehmen dich so wie du bist.
Ältere Semester helfen dir bei Fragen, du hast immer wen der mit dir für Klausuren lernt, weil immer irgendwer diese Klausur noch schreiben muss.
Des weiteren sind die meisten dabei wenn man mal was unternehmen will :)

Auch wenn ich euch nicht für jeden Tag ein Gedicht geben kann hab ich dennoch 2 neue Gedichte.
Sie stammen von vor einer Woche, kurz nachdem ich diese wundervolle Person kennen gelernt habe.

Freude:

ein jeder setzt ein lächeln auf
wie eine maske
tag für tag

sich zu verstecken
zu verdecken
wie es einem wirklich geht

meistens sieht man nur die eine
Maske die die leute tragen
und gespielte emotionen
um ihr antlitz zu bewahren

doch in zeiten wahrer Freude
bricht die Maske auf ein wenig
und man sieht was sie verborgen
wenn auch nur durch einen Riss

stück für stück
die Maske fällt
denn sie ist nun nicht mehr nötig
Menschen mögen wie man ist
wollen dich in gänze sehen

leichtes zaudern
doch dann denkst du
"was kann mir denn schon passieren?"

du stehst auf
du blickst nach oben
siehst die Sonne stetig steigen

findest Freunde
kannst kaum glauben
dass es sowas wirklich gibt
Menschen die dich akzeptieren
ohne Maske
ohne lügen

stück für stück
geht es dir besser

stück für stück
steigt Lebensfreude

stück für stück
wirst du zufrieden
mit dem deinen einen selbst

deine Maske trägst du selten
denn du brauchst sie nun nicht mehr
du hast Leute die dir helfen
und die gibst du nie mehr her

Der Samen:

ein samen
umgeben von der schale
geborgen ist und warm

doch ein geräusch
die schale bricht
es regnet etwas auf ihn nieder
und bedeckt ihn ganz ihn gar

unbehagen macht sich breit,
so bleibt er vorerst
wie er ist
und macht sich für den tag bereit
dass er nicht mehr einsam wäre.

die zeit vergeht
und er spürt wärme
wärme die von oben kommt
und er streckt sich in die richtung
in die er die wärme vernimmt

immer weiter
unermüdlich
reckt der kleine Samen sich
es ist dunkel
er ist einsam
doch das hält ihn nicht zurück

diese wärme zu verspüren
das ist alles was er will
und er streckt sich ihr entgegen
unermüdlich weiterwachsend

eines tages fällt das strecken
was an seinen kräften zehrt
plötzlich einfach
mühelos

als die sonne sich dann zeigte
spürte er
zum ersten male
diese wärme intensiv

und so streckte er sich weiter
dieser warmen Sonn entgegen
immer wärmer wars des tages
und allein
war er nicht mehr

neben ihm da sprossen brüder
über ihm wachten die eltern
und er war des lebens froh
und wuchs so weit er es vermug

die zeit vergeht
die eltern schwanden
auch die brüder gingen fort

bleiben tuen deren söhne
und die sonne
die ihn wärmt

da versteht er
er ist anders
er ist dennoch nicht allein

er schützt den wald seit jenen tagen
und ging in die geschichte ein

denn er war ein weltenbaum
selten groß
schön anzuschaun

blieb dem walde viel jahrhundert
gut erhalten und geliebt
bis er eines tages die welt für seinen sohn verlies



Das wars auch erstmal von mir.
Ich werde diesen block wahrscheinlich nicht weiterführen
wer fragen hat kann mir gerne an hikar@t-online.de schreiben.

Ich wünsche euch allen ein möglichst schönes Leben
vielleicht trifft man ja dein ein oder anderen.

Bis dahin alles Gute
Marcel

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